Aktuelle Neuigkeiten zu den Forderungen
FILM-MIT-ORF: Erfolgreiche Einigung zwischen Filmwirtschaft und ORF
Auf Basis der im Begutachtungsentwurf für ein neues ORF-Gesetz in Aussicht gestellten Teilrefundierung der Gebührenbefreiungen einigten sich Vertreter der österreichischen Filmwirtschaft und ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz vergangenen Montag auf eine Erhöhung des Vergabevolumens für österreichische Produktionen in den Jahren 2010 und 2011 sowie die Weiterführung und Aufstockung des Film-/Fernseh-Abkommens mit dem ÖFI.
"Die erzielte Grundsatzeinigung“, so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, „ist ein wichtiger Meilenstein für die Stärkung des Produktionsstandorts Österreich. Auf ihrer Basis kann die erfolgreiche Partnerschaft zwischen der österreichischen Filmwirtschaft und dem ORF weiterentwickelt und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langfristig abgesichert werden“.
Mit der nun erzielten Einigung, die den ursprünglichen Forderungen der österreichischen Filmwirtschaft und Filmschaffenden nahe kommt, konnte der drohende Kahlschlag in der österreichischen Filmwirtschaft abgewendet werden:
- Durch die für die nächsten 4 Jahre sicher gestellte Fortführung und Aufstockung des Film/Fernsehabkommens ist die Basis für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Österreichischen Kinofilms gelegt.
- Mit dem gegenüber der ursprünglichen ORF-Planung für 2010 nun um rund 30 Millionen erhöhten Vergabevolumen an die österreichische Filmwirtschaft ist die Aufrechterhaltung der öffentlich-rechtlichen Programmqualität und –quantität (insbesondere im Hinblick auf die nationale Fernsehfilm- und Serienproduktion) zumindest für die kommenden zwei Jahre gewährleistet.
Die österreichischen Filmschaffenden möchten sich hiermit bei den zahlreichen UnterstützerInnen ihrer Anliegen ebenso bedanken wie bei den verantwortlichen Vertretern in der Regierung und beim ORF, die diese für die österreichische Filmkultur und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk begrüßenswerte Lösung durch konstruktive Verhandlungen ermöglicht haben.
"Die erzielte Grundsatzeinigung“, so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, „ist ein wichtiger Meilenstein für die Stärkung des Produktionsstandorts Österreich. Auf ihrer Basis kann die erfolgreiche Partnerschaft zwischen der österreichischen Filmwirtschaft und dem ORF weiterentwickelt und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langfristig abgesichert werden“.
Mit der nun erzielten Einigung, die den ursprünglichen Forderungen der österreichischen Filmwirtschaft und Filmschaffenden nahe kommt, konnte der drohende Kahlschlag in der österreichischen Filmwirtschaft abgewendet werden:
- Durch die für die nächsten 4 Jahre sicher gestellte Fortführung und Aufstockung des Film/Fernsehabkommens ist die Basis für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Österreichischen Kinofilms gelegt.
- Mit dem gegenüber der ursprünglichen ORF-Planung für 2010 nun um rund 30 Millionen erhöhten Vergabevolumen an die österreichische Filmwirtschaft ist die Aufrechterhaltung der öffentlich-rechtlichen Programmqualität und –quantität (insbesondere im Hinblick auf die nationale Fernsehfilm- und Serienproduktion) zumindest für die kommenden zwei Jahre gewährleistet.
Die österreichischen Filmschaffenden möchten sich hiermit bei den zahlreichen UnterstützerInnen ihrer Anliegen ebenso bedanken wie bei den verantwortlichen Vertretern in der Regierung und beim ORF, die diese für die österreichische Filmkultur und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk begrüßenswerte Lösung durch konstruktive Verhandlungen ermöglicht haben.
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News
ORF: SPÖ und ÖVP einigen sich auf neues Gesetz
ORF erhält 160 Millionen Euro und ein neues Gesetz
Von Isabella Wallnöfer und Patricia Käfer (Die Presse)
Montag, 17 Uhr, kam die Erfolgsmeldung: ÖVP und SPÖ haben sich auf ein neues ORF-Gesetz geeinigt. Und: Der ORF erhält, beginnend ab 2010, eine Refundierung für die ihm durch Gebührenbefreiungen entgangenen Einnahmen: 160 Millionen Euro insgesamt wird der Öffentlich-Rechtliche erhalten, wie die „Presse" aus Verhandlerkreisen erfuhr. 2010 und 2011 werden 50 Millionen Euro ausgeschüttet, die beiden darauf folgenden Jahre je 30 Millionen.
Bedingung für den warmen Geldregen: Das Film-Fernseh-Abkommen ist „in voller Höhe abzusichern" (auf dem derzeitigen Niveau von 5,9 Millionen Euro), das Radio-Symphonieorchester (RSO) ebenfalls. Der Anteil der österreichischen fiktionalen Produktionen soll „kontinuierlich steigen", der Informations- und Kultur-Spartenkanal soll damit finanziert werden. Und: Modernisierung, Effizienzsteigerung und Kosteneffizienz müssten weiter in Angriff genommen werden, heißt es.
Im Bereich Online-Werbung hat sich die SPÖ gegen den Wunsch der ÖVP (sie wollte eine deutliche Beschränkung) durchgesetzt: Dem ORF wird ein Limit auferlegt, das nicht allzu weh tun sollte: Maximal zwei Prozent der Gebühreneinnahmen dürfe er künftig über Onlinewerbung einnehmen, heißt es - nach derzeitigem Stand der Dinge wären das 10,6 Millionen Euro. Laut Finanzplan 2010, der am Sonntag dem Stiftungsrat zugestellt wurde, rechnet ORF-Chef Alexander Wrabetz mit Einnahmen aus Onlinewerbung von 10,4 Millionen Euro.
Die neue Medienbehörde soll in Verfassungsrang gestellt werden und künftig die Einhaltung der Bedingungen für die Gebührenrefundierung sowie die Gebührenhöhe überprüfen.
Bei den ORF-Organen konnten sich die Regierungsparteien auf keinerlei Änderungen einigen: Hier bleibt alles wie gehabt. Es wird keinen kleineren Aufsichtsrat geben - womit auch der dringenden Forderung des Rechnungshofs, man müsse das oberste Kontrollorgan des ORF kleiner und funktionstüchtiger gestalten, nicht Rechnung getragen wird. Die teure Faxwahl von sechs Mitgliedern des Publikumsrats bleibt.
Entgegen ursprünglichen Plänen der SPÖ steht nun keine sofortige Neuausschreibung der ORF-Geschäftsführung im Gesetz. Das bedeutet: ORF-Chef Wrabetz bleibt bis zum Ende seiner Amtsperiode 2011. Nicht offiziell, aber hinter den Kulissen ausgedealt wurde hingegen eine Neubesetzung der ORF-Finanzdirektion: Richard Grasl vom Landesstudio Niederösterreich wird Sissy Mayerhoffer ersetzen.
SP-Medienstaatssekretär Josef Ostermayer schickt das Gesetz Mittwoch früh in Begutachtung.
Am Montag wurde der Finanzplan des ORF für 2010 publik. Einige Zahlen im Detail:
► Die Umsatzerlöse fallen laut Finanzplan 2010 auf 848,7 Mio. € (-8,4 Mio. gegenüber der Vorschau 2009), die Erlöse aus Werbung (ohne Sonderwerbeformen) sinken um 12,2 auf 208,2 Mio. €, jene aus dem Programmentgelt steigen um 4,1 auf 530,1 Mio. €.
► Der Personalaufwand sinkt um 51,7 auf 333,7 Mio. €. Der Personalstand des ORF und seiner Töchter soll von 4140 auf 3932 Vollzeitbeschäftigte sinken (3.303 im ORF, 629 in den Töchtern).
► Das Eigenkapital sinkt kontinuierlich: von 181,9 Millionen Euro 2008 auf 93 Mio. 2010. Gleichzeitig haben sich die Verbindlichkeiten nahezu verdoppelt: von 126 auf 221,3 Mio. €.
► Die Kosten für die Informations-Direktion werden 2010 auf 152,9 Mio. € steigen (2009: 150,9). Der größte Brocken davon entfällt auf den Sport mit 80,4 Mio. €.
► Die Programmdirektion muss eine Kürzung auf 175,6 Mio. € hinnehmen (2008 waren es noch 213,2 Mio.).
Von Isabella Wallnöfer und Patricia Käfer (Die Presse)
Montag, 17 Uhr, kam die Erfolgsmeldung: ÖVP und SPÖ haben sich auf ein neues ORF-Gesetz geeinigt. Und: Der ORF erhält, beginnend ab 2010, eine Refundierung für die ihm durch Gebührenbefreiungen entgangenen Einnahmen: 160 Millionen Euro insgesamt wird der Öffentlich-Rechtliche erhalten, wie die „Presse" aus Verhandlerkreisen erfuhr. 2010 und 2011 werden 50 Millionen Euro ausgeschüttet, die beiden darauf folgenden Jahre je 30 Millionen.
Bedingung für den warmen Geldregen: Das Film-Fernseh-Abkommen ist „in voller Höhe abzusichern" (auf dem derzeitigen Niveau von 5,9 Millionen Euro), das Radio-Symphonieorchester (RSO) ebenfalls. Der Anteil der österreichischen fiktionalen Produktionen soll „kontinuierlich steigen", der Informations- und Kultur-Spartenkanal soll damit finanziert werden. Und: Modernisierung, Effizienzsteigerung und Kosteneffizienz müssten weiter in Angriff genommen werden, heißt es.
Im Bereich Online-Werbung hat sich die SPÖ gegen den Wunsch der ÖVP (sie wollte eine deutliche Beschränkung) durchgesetzt: Dem ORF wird ein Limit auferlegt, das nicht allzu weh tun sollte: Maximal zwei Prozent der Gebühreneinnahmen dürfe er künftig über Onlinewerbung einnehmen, heißt es - nach derzeitigem Stand der Dinge wären das 10,6 Millionen Euro. Laut Finanzplan 2010, der am Sonntag dem Stiftungsrat zugestellt wurde, rechnet ORF-Chef Alexander Wrabetz mit Einnahmen aus Onlinewerbung von 10,4 Millionen Euro.
Die neue Medienbehörde soll in Verfassungsrang gestellt werden und künftig die Einhaltung der Bedingungen für die Gebührenrefundierung sowie die Gebührenhöhe überprüfen.
Bei den ORF-Organen konnten sich die Regierungsparteien auf keinerlei Änderungen einigen: Hier bleibt alles wie gehabt. Es wird keinen kleineren Aufsichtsrat geben - womit auch der dringenden Forderung des Rechnungshofs, man müsse das oberste Kontrollorgan des ORF kleiner und funktionstüchtiger gestalten, nicht Rechnung getragen wird. Die teure Faxwahl von sechs Mitgliedern des Publikumsrats bleibt.
Entgegen ursprünglichen Plänen der SPÖ steht nun keine sofortige Neuausschreibung der ORF-Geschäftsführung im Gesetz. Das bedeutet: ORF-Chef Wrabetz bleibt bis zum Ende seiner Amtsperiode 2011. Nicht offiziell, aber hinter den Kulissen ausgedealt wurde hingegen eine Neubesetzung der ORF-Finanzdirektion: Richard Grasl vom Landesstudio Niederösterreich wird Sissy Mayerhoffer ersetzen.
SP-Medienstaatssekretär Josef Ostermayer schickt das Gesetz Mittwoch früh in Begutachtung.
Am Montag wurde der Finanzplan des ORF für 2010 publik. Einige Zahlen im Detail:
► Die Umsatzerlöse fallen laut Finanzplan 2010 auf 848,7 Mio. € (-8,4 Mio. gegenüber der Vorschau 2009), die Erlöse aus Werbung (ohne Sonderwerbeformen) sinken um 12,2 auf 208,2 Mio. €, jene aus dem Programmentgelt steigen um 4,1 auf 530,1 Mio. €.
► Der Personalaufwand sinkt um 51,7 auf 333,7 Mio. €. Der Personalstand des ORF und seiner Töchter soll von 4140 auf 3932 Vollzeitbeschäftigte sinken (3.303 im ORF, 629 in den Töchtern).
► Das Eigenkapital sinkt kontinuierlich: von 181,9 Millionen Euro 2008 auf 93 Mio. 2010. Gleichzeitig haben sich die Verbindlichkeiten nahezu verdoppelt: von 126 auf 221,3 Mio. €.
► Die Kosten für die Informations-Direktion werden 2010 auf 152,9 Mio. € steigen (2009: 150,9). Der größte Brocken davon entfällt auf den Sport mit 80,4 Mio. €.
► Die Programmdirektion muss eine Kürzung auf 175,6 Mio. € hinnehmen (2008 waren es noch 213,2 Mio.).
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Medienbericht
Einladung zur Pressekonferenz
Thema: ORF-Novelle – Gefahren und Chancen für die nationale Film- und Fernsehproduktion
Österreichische Filmregisseure und Filmproduzenten laden am Montag, 16.11.2009 um 10:00 Uhr, zur Pressekonferenz im Presseclub CONCORDIA
Die Novellierung des ORF-Gesetzes bietet die Chance, Natur, Sinn und Legitimation des öffentlichrechtlichen Rundfunks in einem dezidierten Programmauftrag klarzulegen, der die Aufrechterhaltung und Optimierung der Programmqualität sowohl im Informationsbereich als auch im Unterhaltungsbereich gewährleisten kann, sowie – in Erfüllung des erweiterten Kulturauftrags - die Fortsetzung der jüngsten Erfolge des österreichischen Kinofilms ermöglicht.
Die Produktion professioneller informationsjournalistischer, dokumentarischer und fiktionaler Sendungen ist die zentrale Leistung, die das Publikum vom ORF verlangt. Sie wird von österreichischen RegisseurInnen und Produzenten erbracht, die Ihnen an der Pressekonferenz näher erläutern, unter welchen notwendigen Rahmenbedingungen diese Leistung auch in Zukunft erbracht werden kann und warum der Gesetzgeber gefordert ist, diese Rahmenbedingungen im Zuge der Novelle des ORF-Gesetzes festzulegen.
Als Gesprächspartner stehen Ihnen
Stefan Ruzowitzky, Rupert Henning, Götz Spielmann, Kurt Stocker und Alfred Noll
stellvertretend für zahlreiche anderen Regisseure und Produzenten zur Verfügung.
Wir freuen uns, Sie bei der Pressekonferenz begrüßen zu dürfen und bitten um Anmeldung via E-Mail an plattform@film-mit-orf.at oder telefonisch unter 0664 114 68 80.
Österreichische Filmregisseure und Filmproduzenten laden am Montag, 16.11.2009 um 10:00 Uhr, zur Pressekonferenz im Presseclub CONCORDIA
Die Novellierung des ORF-Gesetzes bietet die Chance, Natur, Sinn und Legitimation des öffentlichrechtlichen Rundfunks in einem dezidierten Programmauftrag klarzulegen, der die Aufrechterhaltung und Optimierung der Programmqualität sowohl im Informationsbereich als auch im Unterhaltungsbereich gewährleisten kann, sowie – in Erfüllung des erweiterten Kulturauftrags - die Fortsetzung der jüngsten Erfolge des österreichischen Kinofilms ermöglicht.
Die Produktion professioneller informationsjournalistischer, dokumentarischer und fiktionaler Sendungen ist die zentrale Leistung, die das Publikum vom ORF verlangt. Sie wird von österreichischen RegisseurInnen und Produzenten erbracht, die Ihnen an der Pressekonferenz näher erläutern, unter welchen notwendigen Rahmenbedingungen diese Leistung auch in Zukunft erbracht werden kann und warum der Gesetzgeber gefordert ist, diese Rahmenbedingungen im Zuge der Novelle des ORF-Gesetzes festzulegen.
Als Gesprächspartner stehen Ihnen
Stefan Ruzowitzky, Rupert Henning, Götz Spielmann, Kurt Stocker und Alfred Noll
stellvertretend für zahlreiche anderen Regisseure und Produzenten zur Verfügung.
Wir freuen uns, Sie bei der Pressekonferenz begrüßen zu dürfen und bitten um Anmeldung via E-Mail an plattform@film-mit-orf.at oder telefonisch unter 0664 114 68 80.
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Österreichische Star-Regisseure und Filmproduzenten stellen sich massiv gegen den drohenden großkoalitionären ORF-Deal.
Ihre Forderung:"Gebührenrefundierung nur im Gegenzug zu klarem gesetzlichen Programmauftrag!"
(Wien, 12.11.2009) Die österreichischen Filmschaffenden haben in wiederholten Gesprächen mit den verantwortlichen Politikern immer wieder eindringlich davor gewarnt, dem ORF zusätzliche finanzielle Mittel ohne klare, gesetzliche Auflagen zu gewähren. Genau darauf sind aber ÖVP und SPÖ bei den gestern und heute stattfindenden Parteienverhandlungen offenbar jetzt eingeschwenkt.
Das bedeutet:
- die Verschwendung von Steuergeldern: Ohne definitive gesetzliche Festschreibung, dass 25% der GIS-Gebühren für österreichische Eigen- und Koproduktionen zu verwenden sind, dienen diese Mittel nur der Aufrechterhaltung veralterter Struktur und kommen nicht der Programmproduktion und ihrer quantitativen wie qualitativen Steigerung zugute.
- den Verrat am Publikum: Österreichische TV-Filme, Serien und Dokus zählen unzweifelhaft zu den beliebtesten Sendungen des ORF. Über 1 Million österreichische Kinobesucher haben 2009 zudem mit Nachdruck ihre Leidenschaft für die heimische Filmkultur bekundet. Ohne die gesetzliche Festschreibung des Film-Fernseh-abkommens und eine wertgesicherte Dotierung seitens des ORF von mindestens 10 Millionen ist der heimische Kinofilm in seiner Existenz massiv bedroht.
- Insolvenzen in der heimischen Filmwirtschaft: Der Plan, die Gebührenrefundierung darüber hinaus erst 2011 wirksam werden zu lassen und die deutliche Reduktion des ordentlichen ORF-Produktionsbudgets erhöht das Insolvenz-Risiko in der österreichischen Filmwirtschaft enorm und bedeutet, dass bereits geplante und zum Teil geförderte und in Vorbereitung befindliche Filmprojekte weder im TV noch im Kino realisiert werden können. Sämtliche Bemühungen der Regierung den großartigen internationalen Erfolgen in Cannes, Venedig und bei den Oscars durch gezielte Kinofilmförderung gerecht zu werden, sind ohne verpflichtenden Auftrag des ORF nahezu wertlos.
- die fahrlässige Demontage des öffentlich-rechtlichen Auftrags: Wenn der Regierung der Programmauftrag des ORF mehr als nur ein Lippenbekenntnis wert ist, dann muss sie ihn - wie von den Filmmachern vorgeschlagen - konkretisiert ins Gesetz schreiben.
Die notwendigen finanziellen Mittel müssen zeitnah (also bereits für 2010) zur Verfügung gestellt werden.
Nur die gesetzliche Festschreibung garantiert und sichert die öffentlich-rechtliche Programmqualität, mehr und besseres österreichisches Programm für österreichische Gebühren sowie den Fortbestand des österreichischen Kinofilms.
Die österreichischen FilmregisseurInnen und Produzenten, namentlich
Michael Haneke, Stefan Ruzowitzky, Götz Spielmann, Rupert Henning, Barbara Albert, Jessica Hausner, Michael Kreihsl, Danny Krausz, Helmut Grasser, Heinrich Ambrosch, Veit Heiduschka
sowie zahlreiche andere Filmschaffende fordern die zuständigen politischen EntscheidungsträgerInnen erneut und mit großem Nachdruck dazu auf, für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen und diese in der Novelle des ORF-Gesetzes festzuschreiben.
(Wien, 12.11.2009) Die österreichischen Filmschaffenden haben in wiederholten Gesprächen mit den verantwortlichen Politikern immer wieder eindringlich davor gewarnt, dem ORF zusätzliche finanzielle Mittel ohne klare, gesetzliche Auflagen zu gewähren. Genau darauf sind aber ÖVP und SPÖ bei den gestern und heute stattfindenden Parteienverhandlungen offenbar jetzt eingeschwenkt.
Das bedeutet:
- die Verschwendung von Steuergeldern: Ohne definitive gesetzliche Festschreibung, dass 25% der GIS-Gebühren für österreichische Eigen- und Koproduktionen zu verwenden sind, dienen diese Mittel nur der Aufrechterhaltung veralterter Struktur und kommen nicht der Programmproduktion und ihrer quantitativen wie qualitativen Steigerung zugute.
- den Verrat am Publikum: Österreichische TV-Filme, Serien und Dokus zählen unzweifelhaft zu den beliebtesten Sendungen des ORF. Über 1 Million österreichische Kinobesucher haben 2009 zudem mit Nachdruck ihre Leidenschaft für die heimische Filmkultur bekundet. Ohne die gesetzliche Festschreibung des Film-Fernseh-abkommens und eine wertgesicherte Dotierung seitens des ORF von mindestens 10 Millionen ist der heimische Kinofilm in seiner Existenz massiv bedroht.
- Insolvenzen in der heimischen Filmwirtschaft: Der Plan, die Gebührenrefundierung darüber hinaus erst 2011 wirksam werden zu lassen und die deutliche Reduktion des ordentlichen ORF-Produktionsbudgets erhöht das Insolvenz-Risiko in der österreichischen Filmwirtschaft enorm und bedeutet, dass bereits geplante und zum Teil geförderte und in Vorbereitung befindliche Filmprojekte weder im TV noch im Kino realisiert werden können. Sämtliche Bemühungen der Regierung den großartigen internationalen Erfolgen in Cannes, Venedig und bei den Oscars durch gezielte Kinofilmförderung gerecht zu werden, sind ohne verpflichtenden Auftrag des ORF nahezu wertlos.
- die fahrlässige Demontage des öffentlich-rechtlichen Auftrags: Wenn der Regierung der Programmauftrag des ORF mehr als nur ein Lippenbekenntnis wert ist, dann muss sie ihn - wie von den Filmmachern vorgeschlagen - konkretisiert ins Gesetz schreiben.
Die notwendigen finanziellen Mittel müssen zeitnah (also bereits für 2010) zur Verfügung gestellt werden.
Nur die gesetzliche Festschreibung garantiert und sichert die öffentlich-rechtliche Programmqualität, mehr und besseres österreichisches Programm für österreichische Gebühren sowie den Fortbestand des österreichischen Kinofilms.
Die österreichischen FilmregisseurInnen und Produzenten, namentlich
Michael Haneke, Stefan Ruzowitzky, Götz Spielmann, Rupert Henning, Barbara Albert, Jessica Hausner, Michael Kreihsl, Danny Krausz, Helmut Grasser, Heinrich Ambrosch, Veit Heiduschka
sowie zahlreiche andere Filmschaffende fordern die zuständigen politischen EntscheidungsträgerInnen erneut und mit großem Nachdruck dazu auf, für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen und diese in der Novelle des ORF-Gesetzes festzuschreiben.
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Claudia Schmied: "Film-Fernsehabkommen muss ins ORF-Gesetz"
Für Kulturministerin ist das Film-Fernsehabkommen "ein wichtiger Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Auftrags"
Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit der Novellierung des ORF-Gesetzes betont Kulturministerin Claudia Schmied erneut die Bedeutung des Film-Fernsehabkommens: "Das Film-Fernsehabkommen mit dem ORF ist ein essentieller und unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Filmförderung. Für die langfristige Absicherung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist eine gesetzliche Verankerung des Film-Fernsehabkommens wichtig. Gerade im Zusammenhang mit einer Gebührenrefundierung muss dieser wichtige Bestandteil des öffentlich rechtlichen Auftrags klar festgeschrieben werden", so Schmied.
Das Kulturministerium hat das Budget des Österreichischen Filminstituts seit 2006 um 70 Prozent auf 16,5 Millionen im Jahr 2010 erhöht und die Förderung für den innovativen Film auf zwei Millionen Euro verdoppelt. Würde die Kooperation mit dem ORF in Höhe von 5,9 Millionen Euro jährlich beendet, so wäre die positive Entwicklung der Filmförderung die die ökonomische Basis der großen nationalen und internationalen Erfolge des österreichischen Films darstellt, dramatisch gebremst. Darüber wurde auch im Kulturausschuss mit breiter Zustimmung diskutiert. "Gemeinsam mit der Kultursprecherin der ÖVP weiß ich mich hier in einem Boot", so Schmied.
Weiters betont Claudia Schmied die Bedeutung eines angemessen dotierten Produktionskostenzuschuß-Modelles nach deutschem Vorbild. Alle Bestrebungen in diese Richtung werden vom Kulturministerium mit voller Kraft unterstützt.
Auch ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf für „umfassende Aufrechterhaltung der Dotierung des Film-Fernsehabkommens“
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die ÖVP hat vor wenigen Tagen zugestimmt, dass dem ORF in den nächsten Jahren aus Bundesmitteln erhebliche Beträge zugeführt werden. Als finanzielle Hilfe für eine dringend notwendige und erfolgreiche Restrukturierung des Unternehmens. Das wird aber nur unter Erfüllung einer klaren Bedingung erfolgen: dass der ORF seinen öffentlich-rechtlichen Programmauftrag weiterhin erfüllt. Und zwar in vollem Umfang. Dazu gehört unter anderem untrennbar die umfassende Aufrechterhaltung der Dotierung des Film-Fernsehabkommens. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP- Mediensprecher Klubobmann Karlheinz Kopf zu den heute in der APA veröffentlichten Forderungen von Kulturministerin Claudia Schmied.
Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit der Novellierung des ORF-Gesetzes betont Kulturministerin Claudia Schmied erneut die Bedeutung des Film-Fernsehabkommens: "Das Film-Fernsehabkommen mit dem ORF ist ein essentieller und unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Filmförderung. Für die langfristige Absicherung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist eine gesetzliche Verankerung des Film-Fernsehabkommens wichtig. Gerade im Zusammenhang mit einer Gebührenrefundierung muss dieser wichtige Bestandteil des öffentlich rechtlichen Auftrags klar festgeschrieben werden", so Schmied.
Das Kulturministerium hat das Budget des Österreichischen Filminstituts seit 2006 um 70 Prozent auf 16,5 Millionen im Jahr 2010 erhöht und die Förderung für den innovativen Film auf zwei Millionen Euro verdoppelt. Würde die Kooperation mit dem ORF in Höhe von 5,9 Millionen Euro jährlich beendet, so wäre die positive Entwicklung der Filmförderung die die ökonomische Basis der großen nationalen und internationalen Erfolge des österreichischen Films darstellt, dramatisch gebremst. Darüber wurde auch im Kulturausschuss mit breiter Zustimmung diskutiert. "Gemeinsam mit der Kultursprecherin der ÖVP weiß ich mich hier in einem Boot", so Schmied.
Weiters betont Claudia Schmied die Bedeutung eines angemessen dotierten Produktionskostenzuschuß-Modelles nach deutschem Vorbild. Alle Bestrebungen in diese Richtung werden vom Kulturministerium mit voller Kraft unterstützt.
Auch ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf für „umfassende Aufrechterhaltung der Dotierung des Film-Fernsehabkommens“
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die ÖVP hat vor wenigen Tagen zugestimmt, dass dem ORF in den nächsten Jahren aus Bundesmitteln erhebliche Beträge zugeführt werden. Als finanzielle Hilfe für eine dringend notwendige und erfolgreiche Restrukturierung des Unternehmens. Das wird aber nur unter Erfüllung einer klaren Bedingung erfolgen: dass der ORF seinen öffentlich-rechtlichen Programmauftrag weiterhin erfüllt. Und zwar in vollem Umfang. Dazu gehört unter anderem untrennbar die umfassende Aufrechterhaltung der Dotierung des Film-Fernsehabkommens. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP- Mediensprecher Klubobmann Karlheinz Kopf zu den heute in der APA veröffentlichten Forderungen von Kulturministerin Claudia Schmied.
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Heimische Filmschaffende fordern Anteil an Gebühreneinnahmen
Zusätzliches Geld für österreichische Filme
Wien. (iw) "Wir sind natürlich nicht die Autoindustrie", sagt Wolfgang Reiter von der Plattform "Filmwirtschaft und Filmkultur mit dem ORF" zur "Wiener Zeitung". Trotzdem, die österreichische Filmwirtschaft ist eine wichtige Wertschöpfungskette, die gefördert werden müsse, nicht zuletzt von einem öffentlich-rechtlichen Sender.
Reiter und mit ihm alle Verbände der Filmbranche, die sich im Sommer zu einer Plattform zusammengetan haben, fordern die Regierung und den ORF auf, 25 Prozent der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, Serien und Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen. Weiters sollen zehn Millionen Euro als Mindestbetrag für die nationale Kinofilmförderung verwendet werden. Die Zweckwidmung der Gebührengelder soll in der Novelle des ORF-Gesetzes festgeschrieben werden.
"Sparkurs bedroht Existenz der Filmschaffenden"
Die Gebührenrefundierung von 60 Millionen Euro jährlich soll laut Plattform dem ORF sofort ausbezahlt werden und nicht, wie die ÖVP es zulässt, frühestens 2011 und dann auch nur in Etappen. "Für alle Filmschaffenden ist der derzeitige Sparkurs existenzbedrohend", sagt Reiter. Viele heimische Produktionen würden für das Jahr 2010 auf Eis liegen.
Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) meinte schon im Sommer gegenüber der "Wiener Zeitung": "Eine Einigung bei der Gebührenrefundierung bedeutet mehr Geld für Programm im ORF und damit auch mehr Geld für österreichische Produktionen. Derzeit werden Mittel aus dem Programmbereich für Strukturreformen verwendet." Der Filmwirtschaft kann laut SPÖ "sofort mehr Geld" zugeführt werden. Auf eine prozentuelle Fixierung wolle man sich aber nicht festlegen.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hält von einer Zweckwidmung der Gebührengelder wenig, zeigt sich aber gesprächsbereit: "Es wird Gespräche mit den Filmschaffenden geben, wie wir etwaige zusätzliche Mittel in einem möglichst hohen Ausmaß für österreichische Filmproduktionen einsetzen können." Laut Wrabetz soll es bereits nächste Woche ein Gespräch geben. Für 2009 sind laut ORF 80 Millionen Euro für Eigen-, Auftrags- und Co-Produktionen geplant.
Die Film- und Fernsehwirtschaft hält dem entgegen, dass für Spielfilme, Serien und Dokus lediglich 45 Millionen Euro im Jahr ausgegeben werden. Das sind fünf Prozent vom Gesamtbudget. Damit sei Österreich Schlusslicht in Europa.
(„Wiener Zeitung“ vom Mittwoch, 11. November 2009)
Wien. (iw) "Wir sind natürlich nicht die Autoindustrie", sagt Wolfgang Reiter von der Plattform "Filmwirtschaft und Filmkultur mit dem ORF" zur "Wiener Zeitung". Trotzdem, die österreichische Filmwirtschaft ist eine wichtige Wertschöpfungskette, die gefördert werden müsse, nicht zuletzt von einem öffentlich-rechtlichen Sender.
Reiter und mit ihm alle Verbände der Filmbranche, die sich im Sommer zu einer Plattform zusammengetan haben, fordern die Regierung und den ORF auf, 25 Prozent der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, Serien und Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen. Weiters sollen zehn Millionen Euro als Mindestbetrag für die nationale Kinofilmförderung verwendet werden. Die Zweckwidmung der Gebührengelder soll in der Novelle des ORF-Gesetzes festgeschrieben werden.
"Sparkurs bedroht Existenz der Filmschaffenden"
Die Gebührenrefundierung von 60 Millionen Euro jährlich soll laut Plattform dem ORF sofort ausbezahlt werden und nicht, wie die ÖVP es zulässt, frühestens 2011 und dann auch nur in Etappen. "Für alle Filmschaffenden ist der derzeitige Sparkurs existenzbedrohend", sagt Reiter. Viele heimische Produktionen würden für das Jahr 2010 auf Eis liegen.
Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) meinte schon im Sommer gegenüber der "Wiener Zeitung": "Eine Einigung bei der Gebührenrefundierung bedeutet mehr Geld für Programm im ORF und damit auch mehr Geld für österreichische Produktionen. Derzeit werden Mittel aus dem Programmbereich für Strukturreformen verwendet." Der Filmwirtschaft kann laut SPÖ "sofort mehr Geld" zugeführt werden. Auf eine prozentuelle Fixierung wolle man sich aber nicht festlegen.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hält von einer Zweckwidmung der Gebührengelder wenig, zeigt sich aber gesprächsbereit: "Es wird Gespräche mit den Filmschaffenden geben, wie wir etwaige zusätzliche Mittel in einem möglichst hohen Ausmaß für österreichische Filmproduktionen einsetzen können." Laut Wrabetz soll es bereits nächste Woche ein Gespräch geben. Für 2009 sind laut ORF 80 Millionen Euro für Eigen-, Auftrags- und Co-Produktionen geplant.
Die Film- und Fernsehwirtschaft hält dem entgegen, dass für Spielfilme, Serien und Dokus lediglich 45 Millionen Euro im Jahr ausgegeben werden. Das sind fünf Prozent vom Gesamtbudget. Damit sei Österreich Schlusslicht in Europa.
(„Wiener Zeitung“ vom Mittwoch, 11. November 2009)
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Medienbericht
ÖSTERREICHISCHES PROGRAMM FÜR ÖSTERREICHISCHE GEBÜHREN
Pressemitteilung: Die Gebührenrefundierung muss sich im Programm widerspiegeln: Mehr österreichische Filme im und mit dem ORF
(Wien, 9.November 2009) Der aktuelle Vorstoß der ÖVP, einer Refundierung der Gebührenbefreiung unter der Auflage zuzustimmen, dass der ORF diese Mittel ausschließlich für österreichische Programmproduktion verwendet, eröffnet die Chance, dass der ORF auch in der finanziell angespannten Situation seinen öffentlich-rechtlichen Programmauftrag in den nächsten Jahren wieder (besser) erfüllt. Der Vorstoß kommt den Interessen des ORF-Publikums entgegen, da österreichische Spielfilme, Serien und Dokumentationen zu den beliebtesten Programmen zählen und der ORF nur mit einem dezidiert nationalen Programm seine exklusive, unverwechselbare Position in der Medienlandschaft halten bzw. wieder erreichen kann, statt sich durch die Sendung von ausländischen Kauf-Programmen, die in den deutschen Programmen ohnehin oft auch noch zeitgleich von allen Österreichern empfangbar sind, ad absurdum zu führen.
Die österreichischen Filmschaffenden begrüßen diesen Vorstoß, der wieder Bewegung in die festgefahrenen Positionen der Regierungsparteien bringt, halten aber weiter an ihren Forderungen fest, dass unbeschadet dessen
1. der ORF gesetzlich verpflichtet werden muss, 25% der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, -Serien und -Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen
2. auch das Film/Fernseh-Abkommen – als dritte Säule der nationalen Kinofilmförderung – gesetzlich fixiert und seitens des ORF mit einem Mindestbetrag von jährlich € 10 Millionen wertgesichert dotiert werden muss (das sind nicht einmal 0,35% des ORF-Umsatzes).
Denn nur entsprechende gesetzliche Festschreibungen können auf Dauer (unabhängig von der je aktuellen Unternehmensführung und politischen Mehrheitsverhältnissen) garantieren, dass der ORF nicht nur zusätzliche Mittel zweckgebunden verwendet, sondern auch in seinem regulären Budget die nötigen Mittel bereitstellt, um
- die Aufrechterhaltung und Optimierung der öffentlich-rechtlichen Programmqualität sowohl im Informationsbereich (Bildung und Zeitgeschehen; Magazine und Servicesendungen; Kultur; Religion) als auch im Unterhaltungsbereich (Fernsehfilm; Film und Serien) gewährleisten zu können, sowie
- die Fortsetzung der jüngsten Erfolge des österreichischen Kinofilms zu ermöglichen.
Da die derzeitigen Restrukturierungsmaßnahmen des ORF (noch) nicht ausreichen, um die zur Erfüllung der Forderungen notwenigen Mittel allein aus dem regulären Budget zu bestreiten und weiter sinkende Werbeeinnahmen Restrukturierungseffekte zunichte zu machen drohen, fordern die österreichische Filmwirtschaft und die österreichischen Filmschaffenden die Bundesregierung auf, die zweckgebundene Gebührenrefundierung – wie in dem von der österreichischen Filmwirtschaft vorgeschlagenen Finanzierungsmodell - im vollen Ausmaß und ohne zeitliche Beschränkung zu beschließen und die Zweckwidmung in der Novelle des ORF-Gesetzes festzuschreiben.
Es ist Aufgabe der Österreichischen Bundesregierung, dem ORF jene strategische Rahmenbedingungen zu setzen, die Natur, Sinn und Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einem dezidierten Programmauftrag klarlegen, der ein leidenschaftliches Bekenntnis zu einem österreichischen Programm enthält, zu zeitgemäßen fiktionalen, aktuellen informationsjournalistischen sowie zu relevanten dokumentarischen Inhalten.
Erst unter diesen Rahmenbedingungen kann das operative Management eines öffentlich-rechtlichen Senders – jenseits rein marktwirtschaftlicher Orientierung - erfolgreich und effizient sein.
Nicht zuletzt fließen die durch die Gebührenrefundierung zweckgebunden für die österreichische Filmproduktion eingesetzten Steuermittel (durch die erhöhte nationale Wertschöpfung und die Generierung ausländischer Koproduktionsgelder) – anders als beim derzeit massiven Einkauf internationaler Produktionen - wieder als Steuereinnahmen zurück. Mit österreichischen Gebührengeldern auch eine österreichische Wertschöpfung zu erreichen muss ein politisches Ziel sein!
Es ist eine Frage des politischen Willens, ob „unser“ ORF eine Medienkolonie wird oder seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllt, ob ORF auch in Zukunft für österreichisches Fernsehen steht oder als Kürzel für „Ohne Regionales Film- und Fernsehschaffen“.
(Wien, 9.November 2009) Der aktuelle Vorstoß der ÖVP, einer Refundierung der Gebührenbefreiung unter der Auflage zuzustimmen, dass der ORF diese Mittel ausschließlich für österreichische Programmproduktion verwendet, eröffnet die Chance, dass der ORF auch in der finanziell angespannten Situation seinen öffentlich-rechtlichen Programmauftrag in den nächsten Jahren wieder (besser) erfüllt. Der Vorstoß kommt den Interessen des ORF-Publikums entgegen, da österreichische Spielfilme, Serien und Dokumentationen zu den beliebtesten Programmen zählen und der ORF nur mit einem dezidiert nationalen Programm seine exklusive, unverwechselbare Position in der Medienlandschaft halten bzw. wieder erreichen kann, statt sich durch die Sendung von ausländischen Kauf-Programmen, die in den deutschen Programmen ohnehin oft auch noch zeitgleich von allen Österreichern empfangbar sind, ad absurdum zu führen.
Die österreichischen Filmschaffenden begrüßen diesen Vorstoß, der wieder Bewegung in die festgefahrenen Positionen der Regierungsparteien bringt, halten aber weiter an ihren Forderungen fest, dass unbeschadet dessen
1. der ORF gesetzlich verpflichtet werden muss, 25% der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, -Serien und -Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen
2. auch das Film/Fernseh-Abkommen – als dritte Säule der nationalen Kinofilmförderung – gesetzlich fixiert und seitens des ORF mit einem Mindestbetrag von jährlich € 10 Millionen wertgesichert dotiert werden muss (das sind nicht einmal 0,35% des ORF-Umsatzes).
Denn nur entsprechende gesetzliche Festschreibungen können auf Dauer (unabhängig von der je aktuellen Unternehmensführung und politischen Mehrheitsverhältnissen) garantieren, dass der ORF nicht nur zusätzliche Mittel zweckgebunden verwendet, sondern auch in seinem regulären Budget die nötigen Mittel bereitstellt, um
- die Aufrechterhaltung und Optimierung der öffentlich-rechtlichen Programmqualität sowohl im Informationsbereich (Bildung und Zeitgeschehen; Magazine und Servicesendungen; Kultur; Religion) als auch im Unterhaltungsbereich (Fernsehfilm; Film und Serien) gewährleisten zu können, sowie
- die Fortsetzung der jüngsten Erfolge des österreichischen Kinofilms zu ermöglichen.
Da die derzeitigen Restrukturierungsmaßnahmen des ORF (noch) nicht ausreichen, um die zur Erfüllung der Forderungen notwenigen Mittel allein aus dem regulären Budget zu bestreiten und weiter sinkende Werbeeinnahmen Restrukturierungseffekte zunichte zu machen drohen, fordern die österreichische Filmwirtschaft und die österreichischen Filmschaffenden die Bundesregierung auf, die zweckgebundene Gebührenrefundierung – wie in dem von der österreichischen Filmwirtschaft vorgeschlagenen Finanzierungsmodell - im vollen Ausmaß und ohne zeitliche Beschränkung zu beschließen und die Zweckwidmung in der Novelle des ORF-Gesetzes festzuschreiben.
Es ist Aufgabe der Österreichischen Bundesregierung, dem ORF jene strategische Rahmenbedingungen zu setzen, die Natur, Sinn und Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einem dezidierten Programmauftrag klarlegen, der ein leidenschaftliches Bekenntnis zu einem österreichischen Programm enthält, zu zeitgemäßen fiktionalen, aktuellen informationsjournalistischen sowie zu relevanten dokumentarischen Inhalten.
Erst unter diesen Rahmenbedingungen kann das operative Management eines öffentlich-rechtlichen Senders – jenseits rein marktwirtschaftlicher Orientierung - erfolgreich und effizient sein.
Nicht zuletzt fließen die durch die Gebührenrefundierung zweckgebunden für die österreichische Filmproduktion eingesetzten Steuermittel (durch die erhöhte nationale Wertschöpfung und die Generierung ausländischer Koproduktionsgelder) – anders als beim derzeit massiven Einkauf internationaler Produktionen - wieder als Steuereinnahmen zurück. Mit österreichischen Gebührengeldern auch eine österreichische Wertschöpfung zu erreichen muss ein politisches Ziel sein!
Es ist eine Frage des politischen Willens, ob „unser“ ORF eine Medienkolonie wird oder seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllt, ob ORF auch in Zukunft für österreichisches Fernsehen steht oder als Kürzel für „Ohne Regionales Film- und Fernsehschaffen“.
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