Aktuelle Neuigkeiten zu den Forderungen
Heimische Filmschaffende fordern Anteil an Gebühreneinnahmen
Zusätzliches Geld für österreichische Filme
Wien. (iw) "Wir sind natürlich nicht die Autoindustrie", sagt Wolfgang Reiter von der Plattform "Filmwirtschaft und Filmkultur mit dem ORF" zur "Wiener Zeitung". Trotzdem, die österreichische Filmwirtschaft ist eine wichtige Wertschöpfungskette, die gefördert werden müsse, nicht zuletzt von einem öffentlich-rechtlichen Sender.
Reiter und mit ihm alle Verbände der Filmbranche, die sich im Sommer zu einer Plattform zusammengetan haben, fordern die Regierung und den ORF auf, 25 Prozent der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, Serien und Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen. Weiters sollen zehn Millionen Euro als Mindestbetrag für die nationale Kinofilmförderung verwendet werden. Die Zweckwidmung der Gebührengelder soll in der Novelle des ORF-Gesetzes festgeschrieben werden.
"Sparkurs bedroht Existenz der Filmschaffenden"
Die Gebührenrefundierung von 60 Millionen Euro jährlich soll laut Plattform dem ORF sofort ausbezahlt werden und nicht, wie die ÖVP es zulässt, frühestens 2011 und dann auch nur in Etappen. "Für alle Filmschaffenden ist der derzeitige Sparkurs existenzbedrohend", sagt Reiter. Viele heimische Produktionen würden für das Jahr 2010 auf Eis liegen.
Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) meinte schon im Sommer gegenüber der "Wiener Zeitung": "Eine Einigung bei der Gebührenrefundierung bedeutet mehr Geld für Programm im ORF und damit auch mehr Geld für österreichische Produktionen. Derzeit werden Mittel aus dem Programmbereich für Strukturreformen verwendet." Der Filmwirtschaft kann laut SPÖ "sofort mehr Geld" zugeführt werden. Auf eine prozentuelle Fixierung wolle man sich aber nicht festlegen.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hält von einer Zweckwidmung der Gebührengelder wenig, zeigt sich aber gesprächsbereit: "Es wird Gespräche mit den Filmschaffenden geben, wie wir etwaige zusätzliche Mittel in einem möglichst hohen Ausmaß für österreichische Filmproduktionen einsetzen können." Laut Wrabetz soll es bereits nächste Woche ein Gespräch geben. Für 2009 sind laut ORF 80 Millionen Euro für Eigen-, Auftrags- und Co-Produktionen geplant.
Die Film- und Fernsehwirtschaft hält dem entgegen, dass für Spielfilme, Serien und Dokus lediglich 45 Millionen Euro im Jahr ausgegeben werden. Das sind fünf Prozent vom Gesamtbudget. Damit sei Österreich Schlusslicht in Europa.
(„Wiener Zeitung“ vom Mittwoch, 11. November 2009)
Wien. (iw) "Wir sind natürlich nicht die Autoindustrie", sagt Wolfgang Reiter von der Plattform "Filmwirtschaft und Filmkultur mit dem ORF" zur "Wiener Zeitung". Trotzdem, die österreichische Filmwirtschaft ist eine wichtige Wertschöpfungskette, die gefördert werden müsse, nicht zuletzt von einem öffentlich-rechtlichen Sender.
Reiter und mit ihm alle Verbände der Filmbranche, die sich im Sommer zu einer Plattform zusammengetan haben, fordern die Regierung und den ORF auf, 25 Prozent der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, Serien und Dokumentationen bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen. Weiters sollen zehn Millionen Euro als Mindestbetrag für die nationale Kinofilmförderung verwendet werden. Die Zweckwidmung der Gebührengelder soll in der Novelle des ORF-Gesetzes festgeschrieben werden.
"Sparkurs bedroht Existenz der Filmschaffenden"
Die Gebührenrefundierung von 60 Millionen Euro jährlich soll laut Plattform dem ORF sofort ausbezahlt werden und nicht, wie die ÖVP es zulässt, frühestens 2011 und dann auch nur in Etappen. "Für alle Filmschaffenden ist der derzeitige Sparkurs existenzbedrohend", sagt Reiter. Viele heimische Produktionen würden für das Jahr 2010 auf Eis liegen.
Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) meinte schon im Sommer gegenüber der "Wiener Zeitung": "Eine Einigung bei der Gebührenrefundierung bedeutet mehr Geld für Programm im ORF und damit auch mehr Geld für österreichische Produktionen. Derzeit werden Mittel aus dem Programmbereich für Strukturreformen verwendet." Der Filmwirtschaft kann laut SPÖ "sofort mehr Geld" zugeführt werden. Auf eine prozentuelle Fixierung wolle man sich aber nicht festlegen.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hält von einer Zweckwidmung der Gebührengelder wenig, zeigt sich aber gesprächsbereit: "Es wird Gespräche mit den Filmschaffenden geben, wie wir etwaige zusätzliche Mittel in einem möglichst hohen Ausmaß für österreichische Filmproduktionen einsetzen können." Laut Wrabetz soll es bereits nächste Woche ein Gespräch geben. Für 2009 sind laut ORF 80 Millionen Euro für Eigen-, Auftrags- und Co-Produktionen geplant.
Die Film- und Fernsehwirtschaft hält dem entgegen, dass für Spielfilme, Serien und Dokus lediglich 45 Millionen Euro im Jahr ausgegeben werden. Das sind fünf Prozent vom Gesamtbudget. Damit sei Österreich Schlusslicht in Europa.
(„Wiener Zeitung“ vom Mittwoch, 11. November 2009)
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